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Kindergarten Staig Kompakt – Unsere Konzeption

 

Wir freuen uns, dass Sie sich für den Kath. Kindergartens St. Josef interessieren. Unser Kindergarten ist Teil der Seelsorgeeinheit Iller-Weihung. Die Katholische Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt in Staig ist der Träger unseres Kindergartens.

Unter Berücksichtigung unserer Werte „Selbständigkeit“ und „Gemeinschaft“ haben wir einen offenen Kindergarten mit Themenräumen und einem Krippenbereich gestaltet, der von pädagogischen Fachkräften – als Bezugspersonen und als Begleiterinnen von Lernprozessen – begleitet wird. In den Themenräumen finden Angebote statt, die Kindern ihren Bedürfnissen angemessenen Freiraum bieten und viele Spiel- und Lernerfahrungen ermöglichen.

Wofür wir stehen

Jedes Kind ist bei uns willkommen und soll nach seinen Möglichkeiten am Kindergartenalltag teilnehmen.

Wir begleiten Kinder

Wir begleiten die Kinder auf dem Weg in die Zukunft. Das tun wir mit viel Respekt und großer Wertschätzung. In unserer Arbeit mit den Kindern legen wir viel Wert auf Zuwendung und Fürsorge zu jedem einzelnen Kind. Wir nehmen das Kind an, wie es ist, erkennen seine Bedürfnisse, gehen darauf ein und unterstützen sein Tun wertschätzend. 

Wir nehmen Kinder an, wie sie sind

Wir wollen Kinder annehmen, wie sie sind, denn jedes Kind ist einzigartig und unverwechselbar. Durch den freundlichen Umgang miteinander und durch unsere kindgerechte Raumgestaltung möchten wir eine Wohlfühlatmosphäre schaffen, damit alle Kinder gerne zu uns kommen und Eltern uns ihr Kind gerne anvertrauen. Wir beobachten die Kinder in ihrem Tun, um etwas über sie zu erfahren und sie kennen zu lernen.
Wo steht das Kind in seiner Entwicklung?
Veränderungen werden wahrgenommen und in der Kindbesprechung weitergegeben oder in Dokumentationen festgehalten. Dabei überlegen wir, welche Impulse dem Kind weitere Möglichkeiten für seine Entwicklung eröffnen könnten. Dies geschieht oftmals auch im Austausch mit den Eltern, damit diese über die Erziehungsarbeit des Kindergartens informiert sind und um Rückmeldungen von den Eltern zu bekommen. So erhalten wir ein umfassenderes Bild vom Kind. Wir verstehen uns als Begleiter der Kinder und wollen ihnen Sicherheit geben. Bei Unsicherheiten unterstützen wir die Kinder, bei Konflikten moderieren wir den Umgang mit anderen Kindern, versuchen zu vermitteln und nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.

Kinder mit besonderen Bedürfnissen

Kinder mit besonderen Bedürfnissen können bei uns heilpädagogische Unterstützung erhalten. Diesem Angebot sind Grenzen gesetzt durch unsere Rahmenbedingungen. So ist unser Kindergartengebäude nicht barrierefrei und unsere Personalstruktur entspricht einer Regeleinrichtung, was einer Aufnahme von Kindern mit schwerwiegenden Einschränkungen im Wege steht. Um die Betreuung eines Kindes mit individuellem Hilfebedarf aufrecht zu erhalten, bedarf es der Mitwirkung der Eltern. „Die Kinder (…) können die Einrichtung besuchen, wenn ihren besonderen Bedürfnissen innerhalb der Rahmenbedingungen der Einrichtung Rechnung getragen werden kann“ (Ordnung der Tageseinrichtung für Kinder, 2018 S. 5).

Unser Verständnis von Erziehung

Wir möchten Kinder zu selbsttätigem Lernen anregen, denn Bildung kann nicht vermittelt werden. Bildung geschieht beiläufig, wenn Kinder aktiv handelnd, selbst ihre Erfahrungen machen dürfen und Dinge ausprobieren. Entweder im Spiel mit anderen oder auch ganz für sich allein. Grundlage ist, dass Kinder sich wohlfühlen und Bezugspersonen im Kindergarten haben. Dann können sie soziale Kontakte knüpfen, Freundschaften schließen, eigene Interessen im Spiel verwirklichen und Erfahrungen in der Gesamtgruppe oder in altershomogenen Gruppen sammeln.

Wie Kinder lernen

Kinder wollen und sollen die Welt entdecken! Mit allen Sinnen. Das Interesse und die Neugier von Kindern sind die Ursache und Ausgangssituation für das Lernen überhaupt. Wir bieten Lernimpulse und gestalten Angebote, die sich entweder an den Interessen der Kinder orientieren und/oder am Jahres- und Festkreis. Unsere gezielten Angebote und Projekte richten wir gerne nach den Interessen der Kinder aus, um so Ausdauer und Freude am Lernen zu wecken. Wenn bei den Kindern kein Thema zu beobachten ist, ermöglichen wir Situationen, die Neugier wecken und zum Fragen anregen. Wir schaffen Anreize durch Raumgestaltung oder mit interessanten Spielmaterialien, bieten ihnen Entdeckungsmöglichkeiten und unterstützen ihren Forscherdrang. Diese Selbsttätigkeit erweitert ihr Erfahrungswissen und stärkt sie in ihrem Selbstvertrauen. Ihre Selbstwirksamkeit erfahren die Kinder durch täglich eigenständig zu treffende Entscheidungen im offenen Haus. Bei genauem Betrachten zeigt sich, dass die Kinder einem eigenen Plan folgen, wenn sie sich durch das offene Haus bewegen. Und auch wenn ein Kind scheinbar planlos im Flur an der Garderobe sitzt, dann verfolgt es damit einen Plan. Entweder wartet es auf einen Freund, der noch im Kinderrestaurant beim Vespern sitzt oder es möchte sich die neuesten Fotos im Digitalen Bilderrahmen anschauen oder wartet, bis der Garten öffnet. Das Kind entscheidet, wann es was und mit wem spielen möchte. Wir freuen uns mit jedem Kind, wenn es diesen Entwicklungsschritt geschafft hat.
Wir unterstützen die Selbständigkeitsentwicklung der Kinder, indem wir ihnen einiges zutrauen, ihnen vertrauen. In den drei Jahren, die Kinder bei uns im Kindergarten sind, entdecken sie Tag für Tag ein bisschen mehr von unserem großen Haus mit den unterschiedlichen Stockwerken, verschiedenen Räumen und vielen Erzieherinnen.  Wichtig ist für uns, dass sich die Kinder wohlfühlen. Sie sollen erfahren, dass sie so angenommen werden, wie sie sind. Wir lassen Kindern Zeit für ihre individuelle Entwicklung, achten aber darauf, bei Bedarf Fördermaßnahmen anzustoßen. Individuelle Begleitung –bei Antragsstellung der Eltern unter Einbeziehung einer Integrationskraft- unterstützt das Kind in seiner Entwicklung, damit es sein Potential seinen Möglichkeiten entsprechend entfalten kann. Jedes Kind soll sich als wertvoll für die Gemeinschaft erleben, den Umgang mit anderen erproben und sich als Freund anderer erfahren.

Beteiligungsmanagement für Kinder

Wir möchten die Kinder an Ihren Bildungsprozessen beteiligen und jedem Kind die Möglichkeit bieten sich zu seinen Bedürfnissen zu äußern, eigene Erlebnisse und Erfahrungen mit einzubringen und verschiedene Fragestellungen und Meinungen kennen zu lernen. Umgesetzt wird das Beteiligungsmanagement im Morgenkreis, in der Gruppenzeit, aber auch spontan im Freispiel oder bereits bei der Begrüßung. Schwerpunktmäßig geht es hier um die Bedürfnisse und Befindlichkeiten des einzelnen Kindes: Womit und mit wem möchte es sich heute beschäftigen? Beschäftigt das Kind oder die Gruppe ein Thema?
In Kinderkonferenzen, die zu bestimmten Themen oder vor Festen stattfinden – sowohl gruppenintern als auch einrichtungsübergreifend oder mit den Angebotsgruppen – werden die Kinder zur Mitbestimmung angeregt. Hieraus bilden sich weitere Beteiligungsforen, wie z.B. Projektbeteilungen.

Förderung

Kinder müssen sich eine körperliche, emotionale, soziale und geistige Grundausstattung aneignen, um gerüstet zu sein für die Anforderungen, die das Leben an sie stellt. Diese Kompetenzen können nicht über Förderprogramme – schon gar nicht mit intellektuellen Fördermaßnahmen – vermittelt werden. Uns ist es wichtig, dass die Kinder in unserem Haus auf Entdeckungsreise gehen, ohne Zwang gestalten, spielen, malen, basteln und sich bewegen. Unsere Förderung zielt dahin, die Eigeninitiative der Kinder zu fördern, um sie in Ihrer Entwicklung zu selbständigen, selbstbewussten, kreativen und sozialfähigen Menschen zu unterstützen.
Während der gesamten Kindergartenzeit –in der Regel 3 Jahre- erwirbt Ihr Kind die Fähigkeiten, die es auf die Schule vorbereiten soll.

Altershomogene Gruppen

Schon die „kleinen Wichtel“ und auch die Mittleren („Sonnenstrahlen“) treffen sich in einer altershomogenen Gruppe am Mittwoch, um Material- und Raumerfahrungen zu sammeln, Aufgabenstellungen zu lösen, Gruppenerfahrungen mit Gleichaltrigen zu machen und gemeinsames Tun zu erleben.
Obwohl „Vorschule“ (Begriffsdefinition: Zeit vor der Schule) ein fortlaufender Prozess innerhalb des Kindergartengeschehens, und keine isolierte und losgelöste Einzelmaßnahme ist, ist es für die 5-6 Jährigen trotzdem etwas ganz besonderes und lang Ersehntes, ein „Großer“, ein „ABC-Kind“ zu sein.
Die ABC-Kinder aus allen Gruppen treffen sich am Mittwochvormittag und arbeiten und Spielen gemeinsam, oder arbeiten an einem ABC-Projekt (z.B. Martinsspiel). Besondere Höhepunkte sind der Ausflug mit den ABC-Kindern, der Abschlussabend sowie der Rausschmiss aus dem Kindergarten.

Sprachförderung

Durch tägliches Sprechen im Spiel, Gespräche im Kreis, Singen, Kreisspiele usw. verbessern die Kinder im Alltag ihre sprachlichen Fähigkeiten.
Jüngere Kinder mit Sprachförderbedarf werden von einer Sprachförderkraft immer wieder im Alltag begleitet oder machen ein Kleingruppenangebot (Sprachförderung ISK). Ältere Kinder mit und ohne Sprachförderbedarf erleben gemeinsam bei einer Musikpädagogin und unter Begleitung einer Erzieherin eine Stunde pro Woche mit Singen, Bewegung und Sprechen (Sprachförderung nach dem Model Singen-Bewegen-Sprechen in Kooperation mit der Musikschule Iller-Weihung).

Pädagogische Fachkräfte

Die Basis unserer Einrichtung sind gut ausgebildete und kompetente pädagogische Mitarbeiter/innen, die in den verschiedenen Gruppen tätig sind. Eine Mitarbeiterin ist die Bezugserzieherin ihres Kindes.

Begleiterinnen der Kinder

Alle Mitarbeiterinnen begleiten und beobachten die Kinder im offenen Haus. Speziell vor einem anstehenden Entwicklungsgespräch tauschen wir uns in den Kindbesprechungen über den Entwicklungstand eines Kindes aus, da jede Erzieherin andere Räume betreut und somit andere Entwicklungsbereiche einschätzen kann. Über Kinder mit Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten reden wir öfter und beraten über weitere Schritte.

Teamsitzungen

Um unseren eigenen hohen Ansprüchen der pädagogischen Arbeit gerecht zu werden, wird regelmäßig in den Teamsitzungen zu bestimmten aktuellen Themen und an zwei pädagogischen Tagen pro Jahr reflektiert. Dabei betrachten und bewerten wir die Arbeit der zurückliegenden Zeiträume und planen die sich daraus ergebenden Veränderungen in die zukünftigen Prozesse mit ein.

Fort-und Weiterbildungen

Die Mitarbeiterinnen nehmen im Laufe des Jahres an verschiedenen Fortbildungen teil, um sich im pädagogischen Bereich weiter zu bilden. Bei manchen Fortbildungen ist es sinnvoll, dass alle pädagogischen Mitarbeiterinnen gemeinsam teilnehmen, um einen Gleichstand an Wissen zu gewährleisten. Zusätzlich finden pro Jahr zwei pädagogische Tage sowie der Trainingstag für unseren Giraffentraum (Konzept zur gewaltfreien Kommunikation) statt, an denen das ganze Team teilnimmt. Deshalb bitten wir um Verständnis, wenn an diesen Tagen der Kindergarten geschlossen ist.

 

Betreuungsangebote

Für unseren Kindergarten haben wir uns mit dem kirchlichen Träger und der Kommune Staig auf ein qualifiziertes Betreuungsangebot verständigt, welches in hohem Maße den Bedürfnissen der Eltern entgegenkommt.

Ganztagesbetreuung

Die zur Ganztagsbetreuung angemeldeten Kinder werden von 7.00 – 8.00 Uhr im Gruppenraum der Haifischgruppe im Obergeschoss betreut und haben dort die Möglichkeit zu frühstücken. Die Gruppenerzieherinnen der Haie (für die 3-Jährigen) und der Fische (für die älteren Kinder) begleiten die begleiten gemeinsam oder abwechselnd die Kinder den ganzen Tag über und sind auch beim Bringen oder Abholen –wenn es die Personalsituation erlaubt- anwesend. Somit ist der Informationsaustausch zwischen Elternhaus und Kindergarten gegeben. Gerade bei Ganztageskindern kommt dem Austausch von Informationen besondere Bedeutung zu, da sie bis zu 9 Stunden täglich in der Einrichtung sein können.

Gruppen

Unsere Gruppen sind nach verschiedenen Betreuungsformen aufgeteilt:
In drei Gruppen (Pinguin-, Seepferdchen- und Schildkrötengruppe) wird Regel- und Flexibetreuung angeboten. Ganztagesbetreuung bietet die Haifischgruppe für 3-4 jährige Kinder und in der Fischegruppe für Kinder von 4-6 Jahren an.
Die Kinderkrippe (Mäusegruppe) betreut Kinder im Alter von 1-3 Jahre. Ein Wechsel der Betreuungszeit (z.B. von Ganztags auf Flexi) ist mit einem Wechsel in eine andere Gruppe verbunden.
Die Stammgruppen treffen sich im Morgenkreis und in der Gruppenzeit.

Öffnungszeiten Kindergarten:

  1. Regelöffnungszeiten
    Täglich von 7:30 Uhr – 12:00 Uhr und
    Montag, Dienstag und Donnerstag von 13:30 Uhr – 16:00 Uhr
  2. Flexible Öffnungszeiten 

    Täglich von 7:00 Uhr – 13:00 Uhr
  3. Ganztagsbetreuung 

    Montag, Dienstag und Donnerstag von 7:00 –16:00 Uhr 

    Mittwochs und Freitag von 7:00-14:00 Uhr

 

Tagesablauf

 

Regel- und Flexigruppen (Schildkröten, Seepferdchen und Pinguine)

Ganztagesgruppen
(Fische und Haie)

 

7.00 Uhr

Freispiel in der Schildkrötengruppe  

Frühstück und Freispiel in der Haifischgruppe

7.30 Uhr/ 7.45 Uhr

Zusätzlich zu den bereits geöffneten Räumen (Haiegruppe und Rollenspielraum) öffnen nun auch alle anderen Gruppenräume: Bauzimmer, Malwerkstatt und Seepferdchengruppe

8.30 Uhr

Morgenkreis

9.00 Uhr

Das Freispiel findet abhängig von der personellen Besetzung in Bauzimmer, Rollenspielraum, Malwerkstatt, Bibliothek, Bewegungsraum, Seepferdchen- und Haifischgruppe und Garten (je nach Witterung) statt.

Im Kinderrestaurant beginnt das freie Vesper.

Jeder Raum wird von einer Erzieherin begleitet.

11 Uhr

Gruppenzeit

Fische (4-6 Jährige):

Garten-/ Bewegungszeit

Haie (3-Jährige): 

Mittagessen

11.50 – 12.00 Uhr

Abholzeit für die Kinder mit Regelbetreuungszeit

12.00 – 13.00 Uhr

Flexibetreuung,
flexible Abholzeit

Mittagessen

Mittagsruhe

13.00 Uhr

 

Ruhezeit

 

 

 

14.00 Uhr
Abholzeit am Mittwoch und Freitag

13.30 Uhr

 

Freispiel für Regel- und Ganztageskinder am Montag, Dienstag und Donnerstag mit Vesperpause und Gartenzeit / Spielekreis

15.50 – 16.00 Uhr

Abholung

Die Kinder können nachmittags flexibel abgeholt werden. Bitte informieren Sie die Erzieherin ihres Kindes morgens wenn die Abholung von der Abholzeit abweicht.

 

Das Offene Haus

Unser Haus verfügt über Räume mit thematischen Schwerpunkten und detailliert ausgestatteten Bildungsbereichen. Durch den Charakter der Räume werden die Kinder zu lustvollem, entdeckendem Spiel, selbständigem Lernen sowie konzentriertem und intensivem Arbeiten angeregt. Wir haben Themenräume, die von Erzieherinnen während der Freispielzeit begleitet werden und die den Kindern ihren Bedürfnissen angemessene Freiräume bieten und viele Spiel- und Lernerfahrungen ermöglichen.

Räume

Unter Berücksichtigung unserer Werte haben wir einen offenen Kindergarten mit Themenräumen und einem Krippenbereich gestaltet, der von pädagogischen Fachkräften –als Bezugspersonen und als Begleiterinnen von Lernprozessen – begleitet wird.
Alle Räume sind in der Regel täglich während der Freispielzeit geöffnet und werden von einer Erzieherin begleitet.

Das Bauzimmer im Erdgeschoss regt die Kinder mit verschiedenen Bausteinen und Fahrzeugen zum bewegten Spielen an. Durch Podeste sind „Hoch- und Tiefbauarbeiten“ möglich und Fahrzeuge können über eine Rampe hinunterfahren. Verschiedene Konstruktionsmaterialien fordern die Kinder zum konstruierten und geplanten Bauen heraus und fördern ihr physikalisches Grundwissen. Besonders beliebt sind die Tiere und Figuren, die zum Rollenspiel anregen und in denen die Kinder aktuelle Themen verarbeiten.

Im Rollenspielraum können sich die Kinder verkleiden und in verschiedene Rollen schlüpfen. Der Raum verfügt über Podeste und verschiedene Hocker. Daraus entwickelt sich ein Spielbereich zum Büro, zur Polizei- oder Feuerwehrstation, zur Arztpraxis oder zur eigenen Wohnung. Eine Theaterbühne mit Vorhang lädt dazu ein, selbst eine Aufführung zu machen.

Im Nebenraum befindet sich eine Kinderküche mit Tischen und Stühlen in der hauswirtschaftliche Angebote stattfinden können.

Das Kinderrestaurant bietet den Kindern in gemütlicher Atmosphäre Platz zum Vespern und zum Mittagessen. Angrenzend ist eine Küche, in der das Mittagessen gekocht wird.

Im Obergeschoß befindet sich die Malwerkstatt in der die Kinder malen, basteln und kneten und mit Werkzeugen Holz oder andere Materialien bearbeiten können. In der Sandwanne bauen und formen die Kinder Landschaften, bauen Tunnel und machen Spuren in den Sand.

Im Nebenraum befindet sich die Bibliothek mit einem gemütlichen Sofa zum Vorlesen und Bücher anschauen. An einem Tisch können Gesellschaftsspiele gespielt werden.

Die Haifischgruppe ist der Gruppenraum der kleinen Ganztageskinder und in Anlehnung an die Kinderkrippe als „Multifunktionsraum“ mit Puppenecke, Bauecke, Maltisch und Sofa zum Kuscheln und Vorlesen eingerichtet.

Im angrenzenden Schlafraum und im Bereich des Sofas ruhen sich die kleinen Ganztageskinder nach dem Mittagessen aus.

Die Seepferdchengruppe ist wie die Haifischgruppe „Multifunktionsraum“ mit Puppenecke, Bauecke, Maltisch und Sofa zum Kuscheln und Vorlesen.

Die Kinderkrippe ist ein eigenständiger Bereich mit verschiedenen Spielbereichen für Kinder von 1 bis 3 Jahren und hat eine eigene Küche sowie einen Schlafraum. Die Kinderkrippe kann von den Kindergartenkindern besucht werden, wenn es der Krippenbetrieb zulässt.

Im Bewegungsraum laden verschiedene Turngeräte die Kinder zum Bewegen ein, wie z. B eine Schaukel, ein Kletternetz oder auch die Rollenrutsche. Täglich wird eine Bewegungsbaustelle aufgebaut, bei der sich die Kinder frei, ungezwungen und ungefährdet bewegen können und ihren individuellen Bewegungsbedürfnissen nachgehen. Diese motorischen Entwicklungsanreize sind für die Gesamtentwicklung der Kinder unerlässlich. Der Bewegungsraum ist für uns auch ein Begegnungsort für den einmal wöchentlich stattfindenden gemeinsamen Morgenkreis, bei dem sich alle Kinder und Erzieherinnen unseres Kindergartens treffen, um gemeinsam in den Tag und in die nachfolgenden Angebote zu starten.

Der Garten gehört im Offenen Haus ebenfalls zum Raumkonzept und kann täglich bei entsprechender Witterung und passender Kleidung von den Kindern auch während der Freispielzeit genutzt werden.

Aufnahme

In den Kindergarten werden alle Kinder aufgenommen, die 3 Jahre alt sind. Kinder zwischen 1 und 3 Jahren können in unserer Kinderkrippe angemeldet werden. Eine Anmeldung kann jederzeit erfolgen. Anmeldungen für die Krippe werden nach der Geburt berücksichtigt, die Benachrichtigung über die Platzvergabe erfolgt zeitnah. Allerdings haben wir aktuell in der Krippe Wartezeiten bis zu 2 Jahren. Die Plätze für den Kindergarten werden nach dem Anmeldezeitraum (in der Regel im Januar oder Februar eines Jahres) vergeben. Sollten mehr Anmeldungen eingehen als Plätze vorhanden sind, werden die Aufnahmekriterien bewertet und die Plätze dementsprechend vergeben. Die Zusagen erfolgen stets unter Vorbehalt. Falls Kinder zuziehen, die aufgrund der Aufnahmekriterien Vorrang haben, sind diese vorher aufzunehmen. Der Ablauf und das Prozedere der Aufnahme wird im Rahmen eines Elternabends besprochen und es werden die Aufnahmeverträge besprochen und ausgehändigt. Deshalb empfehlen wir allen Eltern die Teilnahme an dieser Veranstaltung.

Die Eingewöhnungsgespräche mit der Bezugserzieherin finden 4-6 Wochen vor der Aufnahme in den Kindergarten statt. Für die Aufnahmezeit planen wir ca. 3 Wochen ein. In dieser Zeit wird sich die Bezugserzieherin intensiv –in der Freispielzeit ausschließlich- um das neu hinzugekommene Kind kümmern. Allerdings bietet das keine Sicherheit, dass in diesem Zeitraum jedes Kind gut im Kindergarten angekommen ist. Nicht selten braucht ein Kind viele Wochen, bis es sich im Kindergarten wohl fühlt und –vor allem bei Kindern mit Ganztagesbetreuung- den ganzen Tag schafft. Bitte planen Sie beim Wiedereinstieg in das Berufsleben diese Möglichkeit mit ein und klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber ab, ob Sie in einem solchen Fall mit dem Wiedereinstieg später beginnen oder reduziert arbeiten können.

Hospitationen

Vor der Aufnahme Ihres Kindes haben Sie mit Ihrem Kind fünf Mal die Möglichkeit einen Raum im Kindergarten zu erkunden. Der Besuch ist für die Dauer einer Stunde eingeplant. Ziel der Hospitation ist, dass Ihr Kind die Erzieherin und die Kinder kennen lernen kann und eine Vorstellung davon entwickelt, was im Kindergarten passiert.

Eingewöhnung

Ziel des Eingewöhnungsprozesses ist es, das Kind mit neuen Bezugspersonen, mit der Einrichtung, der neuen Situation und dem veränderten Tagesablauf vertraut zu machen und die tägliche mehrstündige Trennung von den Eltern zu erleichtern. Die Bezugserzieherin übernimmt die Eingewöhnung, sie begleitet alle Prozesse der Entwicklung des Kindes, gestaltet fortlaufend das kindeigene Portfolio mit dem Kind und führt die Entwicklungsgespräche mit den Eltern. Die Dauer der Eingewöhnung macht sich am individuellen Bedarf des Kindes fest. Eingeleitet wird der Eingewöhnungsprozess durch ein Aufnahmegespräch zwischen Eltern und Bezugserzieherin und den Hospitationen.

Übergänge/ Gruppenwechsel

Wenn sich die Eltern für eine andere Betreuungsform entscheiden, können sie dies zum Januar und September ummelden. Ist dies der Fall, müssen die Kinder aus ihrer bestehenden Gruppe in die Gruppe, der gewünschten Betreuungsform wechseln. Hierfür findet mit der vorherigen und neuen Bezugserzieherin ein Übergabegespräch statt. Um dem Kind den Übergang zu erleichtern, hat das Kind die Möglichkeit schon im Vorfeld den Morgenkreis der neuen Gruppe mit seiner vorherigen Bezugserzieherin zu besuchen.
Auch wenn wir ein offenes Haus sind, kann ein Gruppenwechsel für Ihr Kind eine emotionale Belastung sein. Es braucht Zeit sich an die neue Situation und Gruppe zu gewöhnen. In dieser Zeit kann es zu außergewöhnlichen Abholzeiten kommen, da Ihr Kind ggf. den neuen Alltag noch nicht bewältigen kann. Darum bitten wir Sie in diesem Falle um Ihr Verständnis, uns mit Ihrer Flexibilität entgegenzukommen.

Elemente im Tagesablauf

Morgenkreis

Um 8:30 Uhr treffen sich alle Kinder in ihrer Gruppe zum Morgenkreis. Es wird ein Begrüßungslied gesungen. Das „Morgenkreiskind“ führt die Kinderliste und erstellt den Tageskalender, je nach Entwicklungsstand des Kindes allein oder unter Einbeziehung weiterer Kinder. Die Kinder erfahren, welche Räume geöffnet sind und ob an diesem Tag Angebote stattfinden. Wenn noch Zeit ist, spielen wir ein Spiel oder beschäftigen uns mit einem aktuellen Thema.
Der Morgenkreis ist ein wichtiges Element im Tagesablauf. Dort entscheiden die Kinder mit wem sie wo den Vormittag verbringen. Es ist für die Kinder wichtig, an diesem Prozess beteiligt zu sein, weil sich dort Spielpartnerschaften bilden.
Neben den täglichen Morgenkreisen in den einzelnen Gruppen gibt es zu verschiedenen Anlässen auch gemeinsame Morgenkreise im Bewegungsraum: Mittwochs als Beginn des Angebotstages, Freitags in der Vorweihnachtszeit (Adventskreis), zum gemeinsamen Singen für besondere Anlässe oder zu gemeinsamen Feiern (Nikolausfeier, Weihnachtsfeier, Osterfeier,…).

Freispiel

Die Freispielzeit ist eine sehr wichtige Zeit im Kindergarten und in der Krippe. Im Freispiel spielen und lernen kleinere und größere, ältere und jüngere Kinder zusammen, lernen voneinander und miteinander, lernen, anderen zu helfen und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Die Kinder können wählen, in welchem Raum ihrer Wahl sie sich frei beschäftigen. Durch die freie Entscheidung erhöhen die Kinder Ihre Selbstwirksamkeit, die als Voraussetzung für ein gelingendes Leben mit viel Wohlbefinden angesehen wird. „Diese Lern-Spuren sind es, die uns langfristig zu dem Individuum machen, das wir sind…“ (Manfred Spitzer, Neurowissenschaftler, Ulm).
Kinder spielen entweder für sich, nebeneinander her oder es bilden sich Spielpartnerschaften, die sich gemeinsam mit einer Sache beschäftigen. Durch das Miteinander bauen Kinder engere soziale Beziehungen zu anderen Kindern auf, knüpfen Freundschaften und fühlen sich sicherer und angenommen. Nicht selten spielt ein Kind über einen längeren Zeitraum –oftmals über viele Wochen- in ein und demselben Bereich. Dadurch hat es die Möglichkeit, sich intensiv mit einem Thema oder mit einem Material, welchem momentan sein Interesse gilt, auseinander zu setzen. Kinder unterscheiden nicht zwischen Spielen und Lernen – sie lernen spielend. Das Kind ist Gestalter seiner eigenen Entwicklung und macht nach seinem eigenen Tempo den nächsten Schritt in seiner Entwicklung.

Angebote

Mittwochs treffen sich alle Kinder in altershomogenen Angebotsgruppen: Die ABC-Kinder (Vorschulkinder), die Sonnenstrahlen (Mittlere Kinder) und die Kleinen Wichtel (Kleine). Hier treffen die Kinder aufeinander, die später zusammen in die Schule kommen. Es finden Liedeinführungen, Kreativ-Angebote, Bewegungsangebote, Bilderbuchbetrachtungen, Massage-Geschichten, Proben für Vorführungen, Spaziergänge, kleine Ausflüge, u. v. m. statt.
Obwohl wir „Vorschularbeit“ (Begriffsdefinition: Zeit vor der Schule) als fortlaufenden Prozess innerhalb des Kindergartens sehen, ist es für die 5-6 Jährigen ist es trotzdem etwas ganz Besonderes und lang Ersehntes, ein „ABC-Kind“ zu sein. Die Aufgaben und Ziele werden anspruchsvoller und komplexer, es finden gemeinsame Erlebnisse wie der ABC-Ausflug oder der ABC-Abend statt, teilweise nimmt die Kooperationslehrerin der Nachbarschaftsgrundschule Staig an der Arbeit mit den ABC-Kindern teil. Zu vereinbarten Zeiten dürfen die ABC-Kinder während einer Schulstunde der Erstklässler dabei sein und mitmachen.
Über die Angebote informieren wir die Eltern über Aushänge an der Infowand. An selber Stelle können Sie sich auch über die Ziele der Angebote informieren.
Außerdem bieten wie immer wieder Angebote an, über deren Teilnahme die Kinder frei entscheiden können, wie z.B. die Kreativangebote in der Malwerkstatt.

Gruppenzeit

Die Gruppenzeit findet bei den Regel-und Flexigruppen von 11:00 – 12:00 Uhr statt. Es finden Spiele-, Lieder-, Erzähl- oder Gesprächskreise statt, Bilderbücher werden betrachtet, Geschichten erzählt, Geburtstage werden gefeiert, mit einzelnen Kindern wird am Portfolio gearbeitet, Freispiel in der Gruppe oder Spiel im Garten wird angeboten, es wird kreativ etwas gestaltet, ein Bewegungsangebot findet statt,…
Hier orientieren wir uns an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder oder bieten Angebote passend zum aktuellen Thema an.

Garten- oder Bewegungszeit

Die großen Ganztageskinder (Fische) nutzen die Zeit vor dem Mittagessen, um sich zu bewegen. Wenn es die Witterung zulässt, spielen die Kinder an der frischen Luft im Garten oder machen einen Spaziergang. Bei schlechtem Wetter oder großes Hitze dient der Bewegungsraum als Ausweichmöglichkeit.

Mittagessen

Die Haifischkinder treffen sich um 11 Uhr, die Fischekinder um 12 Uhr im Kinderrestaurant zum gemeinsamen Mittagessen, das von unseren Küchenkräften selbst gekocht wird (siehe Gesundheitserziehrung).

Ruhezeit

Die kleinen Ganztageskinder ruhen sich im Schlafraum, in dem jedes Kind ein Bett mit eigener Bettwäsche hat aus und können hier ihren Mittagsschlaf machen.
In der Ruhezeit können die Ganztageskinder neue Kraft und Energie für den Nachmittag sammeln. Die Erzieherinnen bieten den großen Ganztageskindern in der Ruhezeit z.B. Vorlesen, Massagegeschichten, Traumreisen, Kinderyoga, Hörbuch hören, Achtsamkeits- und Entspannungsübungen, Geschichten und Aktionen zur Körperwahrnehmung und vieles mehr an, die von den Kindern sehr gern angenommen werden.

Kinderkonferenz (siehe auch „Beteiligungsmanagement für Kinder“)

Kinderkonferenzen dienen der Teilhabe der Kinder am Kindergartengeschehen. Kinderkonferenzen finden zu bestimmten Themen oder vor Festen statt. Bei bestimmten Themen werden die Kinderkonferenzen in der Gruppenstunde durchgeführt. Oder die Kinder können sich bei Interesse für Themen/ Aktionen des Offenen Hauses anmelden und mitgestalten, z.B. die Planung in der Faschingszeit oder ABC-Aktivitäten.
Über Aushänge und Dokumentationen werden die Eltern darüber informiert. 

Geburtstag

Die Geburtstagsfeier im Kindergarten findet im Gruppenraum während des Morgenkreises oder in der Gruppenzeit statt. Wir zünden die Geburtstagskerzen an, gratulieren, singen, spielen ein gewünschtes Spiel. Das Geburtstagskind darf jedem Kind eine kleine Süßigkeit austeilen: Schokobons, große Gummibärchen, Schokoriegel, Kekse, z.B. Butterkekse, Tiere- oder Buchstabenkekse. Um das Geburtstagskind besonders zu würdigen, darf es die Geburtstagskrone aufsetzen, damit alle (Kinder, Erzieherinnen und Eltern) den Festtag des Kindes wahrnehmen. Die Ganztageskinder dürfen sich für diesen Tag ihr Geburtstagsessen selbst wählen.

Naturtage

Naturerlebnisse sind wichtig für eine gesunde, körperliche, geistige und seelische Entwicklung eines Kindes. Wir wollen den Kindern Naturerfahrungen ermöglichen und mit ihnen den Zyklus der Natur erleben. Die Kinder begreifen die Natur als Lebensraum, den es zu schützen gilt. Im Wald finden die Kinder eine Welt voller Abenteuer. Sie werden zu eigenem Handeln herausgefordert und erleben sich als unmittelbaren Teil der Natur.
Dabei ist uns die Bewegung an der frischen Luft, die Sensibilisierung für die Natur und das Gemeinschaftserlebnis wichtig.
Wir machen Spaziergänge, gehen auf den Spielplatz oder verbringen den Vormittag im Wald.

 

Der Giraffentraum – Gewaltfreie Kommunikation

Der Giraffentraum ist ein Element unserer Arbeit in dem sich alle vier Säulen unseres Leitbildes vereinen. Hierbei handelt es sich um ein im Jahr 2006 begonnenes Konzept zur gewaltfreien Kommunikation nach Dr. Marshall Rosenberg.

Wir möchten damit das Selbstbewusstsein der Kinder stärken, die Fähigkeiten zur Kommunikation und den sozialen Umgang fördern und Möglichkeiten zur Konfliktfähigkeit vermitteln.

 

Wie alles begann….

 

Beobachtung

Eine Erzieherin hatte draußen eine Baby-Giraffe gefunden. Zuerst schüchtern, später immer neugieriger schaut die Baby-Giraffe, wer denn alles im Kindergarten ist. Wir betrachten die Giraffe und sprechen über unsere Wahrnehmungen:

Wie sehen Giraffen aus?

Wer hat schon einmal eine Giraffe gesehen? Wo? Mit wem?

Was fressen Giraffen?

Wie leben Giraffen?

Wir beschließen, dass die Giraffe bei uns bleiben darf und richten ihr ein Plätzchen her.

Zur Vertiefung spielen wir Wahrnehmungsspiele, u. a:
– „Im Nil da lebt ein Krokodil“: alle, die eine bestimmte Eigenschaft haben, treffen sich in der Mitte
– „Fotografieren“: ein Kind wird einige Sekunden lang pantomimisch fotografiert, dann wird beschrieben, wie                                    das Kind aussieht
– „Seh-Kim“: Verschiedene Gegenstände liegen in der Mitte, eines wird weggenommen – was fehlt
– „Hör-Kim“: Geräusche / Klänge wiedererkennen und Gegenständen/ Instrumenten zuordnen
– „Riech-Kim“: Gerüche zuordnen

 

Gefühle:

Nachdem wir die Baby-Giraffe wieder im Morgenkreis begrüßt haben, betrachten wir verschiedene Gefühlskarten und fragen mit Hilfe der Karten, wie sich die Babygiraffe fühlt. Weil sie zeigt, dass sie traurig ist, machen die Kinder verschiedene Vorschläge, um die Giraffe wieder fröhlich zu machen. Bei dem Vorschlag, mit ihr zu spielen, freut sich die Babygiraffe und die Kinder übernehmen sehr gerne die Aufgabe, mit der Babygiraffe zu spielen.

Wir sprechen über Gefühle und erklären, in welchen Situationen wir diese Gefühle haben:
– traurig
– fröhlich
– überglücklich
– wütend/ zornig/ sauer
– ängstlich
– erschrocken/ überrascht
– enttäuscht

Zur Vertiefung spielen wir verschiedene Spiele, singen Lieder oder hören passende Geschichten:
– Gefühle erraten
– Gefühlsmemory
– „Wenn du glücklich bist, dann rufe laut Hurra“

 

Bedürfnis

Im Morgenkreis betrachten wir die Gefühlskarten und überlegen, was unsere Babygiraffe wohl alles braucht: Nahrung, Trinken, ein Zuhause,… Die Giraffe zeig tuns, wie es ihr geht, wenn ihr Bedürfnis erfüllt ist und wie es ihr geht, wenn sie hungirg/ durstig ist oder wenn sie mit jemandem kuscheln möchte.

Wir überlegen, welche Bedürfnisse wir haben und wie wir uns das erfüllen können, z. B.
– Wer hungrig ist, kann im Kinderrestaurant essen
– Wer das Bedürfnis nach Bewegung hat, kann in den Bewegungsraum gehen
– wer mit seinem Freunden spielen möchte, kann dahin gehen, wo seine Freunde sind
– wer das Bedürfnis nach Ruhe hat, kann sich in der Bibliothek aufs Sofa legen oder ein Bilderbuch anschauen

 

Bitte

Im Gespräch kommt auf, dass allen Kindern ihre Familie mit Mama, Papa und evtl. Geschwistern sehr wichtig ist. Dabei wird die Babygiraffe traurig und lässt den Kopf hängen. Heute reicht es nicht, mit ihr zu spielen oder ihr etwas zu füttern, dass es ihr besser geht. Weil sie ihre Familie vermisst, bittet sie uns, mit ihr nach der Giraffen-Mama zu suchen.

Die Kinder überlegen sich verschiedene Möglichkeiten:
– „In die Wüste fliegen und suchen“
– „Im Zoo nachfragen“
– „Plakate aufhängen“

Als die Babygiraffe merkt, dass wir ihr helfen, wird sie ein bisschen zuversichtlicher und in den kommenden Tagen erstellen wir Such-Plakate und schreiben einen Brief an den Zoo.

 

Bitte wird erfüllt – Feier

Nachdem die Mama-Giraffe sich mit einem Brief angekündigt hat, kommt sie tatsächlich und bleibt noch gemeinsam mit ihrem Giraffenbaby bei uns und verteift mit uns die Themen „Wahrnehmung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte“

 

 

Besuch aus Afrika

 

Christliche Erziehung/Werte

Christliche Erziehung

Religiöse Erziehung ist eine Kernaufgabe katholischer Kindertageseinrichtungen und somit ein wichtiger Teil unserer pädagogischen Arbeit. Der Orientierungsplan für Kindertageseinrichtungen in Baden-Württemberg betont die Vermittlung von Werten und Normen über die religiöse Erziehung.
Unser Hauptanliegen besteht darin, Kinder mit Gott, dem Schöpfer und Jesus, seinem Sohn,  vertraut zu machen. Unsere religiöse Erziehung orientiert sich zum einen an den Bedürfnissen, Fragen und Erfahrungen der Kinder. Zum anderen wollen wir die Kinder mit den religiösen Inhalten der kirchlichen Feste wie Erntedank, St. Martin, St. Nikolaus, Weihnachten und Ostern vertraut machen und vertiefen. Dies geschieht z.B. durch Erzählen biblischer Geschichten, Lieder singen, beten, Rollenspiel u.v.m.

Werte

Werteerziehung ist uns wichtig, weil sich unsere Kindergartenarbeit am christlichen Menschenbild orientiert. Wir möchten zu einem Klima der Toleranz, der Anerkennung der Würde eines jeden Menschen und zum Verzicht auf Gewalt beitragen.
Unsere gemeinsamen Werte -mit Erzieherinnen, Eltern und Kindern erarbeitet- sind Gemeinschaft und Selbständigkeit. Unter Berücksichtigung unserer Werte haben wir einen offenen Kindergarten mit Themenräumen und einem Krippenbereich gestaltet, der von pädagogischen Fachkräften –als Bezugspersonen und als Begleiterinnen von Lernprozessen – begleitet wird.

Giraffentraum

Wir haben unsere pädagogische Arbeit nach der gewaltfreien Kommunikation nach Marshal B. Rosenberg ausgerichtet. Diese Haltung vermitteln wir den Kindern im täglichen Umgang miteinander. Die Erzieherinnen nehmen einmal im Jahr an einem Seminar zur gewaltfreien Kommunikation teil, um den Giraffentraum zu reflektieren und weiter zu entwickeln.

Gesundheitserziehung

Essen-Tischkultur

Im Allgemeinen gibt es im Kindergarten vier Mahlzeiten: Ein vom Kindergarten angebotenes Frühstück in der Haifischgruppe, das Vesper im Kinderrestaurant, für die Ganztageskinder das Mittagessen und nachmittags einen Snack. Alle Mahlzeiten haben nicht nur die Aufgabe, die Kinder zu sättigen, sondern dienen auch zur Kommunikation. Das Essen soll zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis werden.
Wir legen Wert darauf, dass die Kinder ein ausgewogenes und abwechslungsreiches Vesper mitbringen. Zusätzlich stehen Joghurt, Milch und Müsli sowie frisches Obst und Gemüse stehen täglich für die Kinder bereit.
Die Kinder bringen keine Getränke von zu Hause mit. Im Kindergarten wird Apfelschorle, Mineralwasser, Tee und Milch angeboten.

Die Kinder der Ganztagesbetreuung essen zusammen mit ihren Erzieherinnen täglich um 11:00 Uhr bzw. um 12:00 Uhr im Kinderrestaurant. Das Essen wird von unseren Hauswirtschafterinnen selbst gekocht. Wir legen dabei hohen Wert auf kindgerechte, gesunde und ausgewogenen Ernährung.

Um ca. 14.00 Uhr wird den Haifischkinder in ihrer Gruppe einen Snack angeboten; gegen 15:00 Uhr gehen die anderen Kinder ins Kinderrestaurant, dort stehen frisches Obst/ Gemüse, Butterbrote, Käse und Getränke bereit.

Gesundheitserziehung:

Im Kindergarten ergeben sich viele Situationen in den die Kinder zur Sauberkeit und Hygiene erzogen werden damit wir Krankheiten und Ansteckungen so gering wie möglich halten können:

  • Hände waschen: vor den Mahlzeiten, nach dem Toilettengang, nach dem Spiel im Garten
  • Nase putzen (Taschentücher stehen bereit)
  • Armbeuge vorhalten beim Husten und Niesen
  • gesunde Ernährung
  • sauber halten von Spiel – und Essbereich
  • Tischsitten vermitteln
  • Zähne putzen nach dem Mittagessen

Wickelkinder

Bei einigen Kindern ist die Sauberkeitserziehung noch nicht abgeschlossen. Wir haben in jedem Waschraum einen Wickeltisch, auf dem wir die Kinder bei Bedarf mit ihren mitgebrachten Utensilien wickeln.

 

Dokumentation

Um unseren Kindergartengartenalltag nach außen transparent zu machen haben wir verschiedene Arten der Dokumentation:

  • Homepage: Informationen rund um den Kindergarten, Termine, Speiseplan und auf dem „Blog“, Beiträge und Fotos über zurückliegende Ereignisse.
  • Mitteilungsblatt: Feste und Aktivitäten werden im Mitteilungsblatt veröffentlicht.
  • Große Tafel an der Garderobenwand: Hier werden in kurzen Sätzen und mit einigen Fotos die Angebote der Kinder dargestellt
  • Elternbriefe: Regelmäßige Elternbriefe informieren über aktuelle Themen.
  • Infowand: Elternbrief, die neuesten Infos, Listen zum Eintragen, Ferienplan uvm.
  • Digitaler Bilderrahmen: Aktuelle Fotos der Angebote oder Situationen; ab und zu auch selbstgedrehte und bearbeitete Filme
  • Portfolio: Um den Entwicklungsstand und die Entwicklungsfortschritte des einzelnen Kindes festzuhalten führen wir mit und für jedes Kind ein Portfolio. In diesem Ordner sind Fotos, Spielsituationen, Lernfortschritte, besondere Erlebnisse (Waldtage, Geburtstage, Ausflüge) und gemalte Bilder abgeheftet.

Für die Gestaltung der Homepage und für die Artikel im Mitteilungsblatt nehmen wir Fotos von Kindern, bei denen ein Einverständnis zur Veröffentlichung vorliegt.  

Fotos

Wir fotografieren die Kinder in den verschiedenen Spielsituationen und bei Aktivitäten. Diese Fotos werden zur Dokumentation im Kindergarten (z. B. digitaler Bilderrahmen/ Aushänge) und für das Portfolio verwendet.

Wenn wir die schriftliche Einverständnis zur Veröffentlichung von Fotos haben, können wir damit auch die Homepage des Kindergartens und Berichte im Mitteilungsblatt lebendig gestalten.

Elternarbeit

Damit wir die Kinder während ihrer Kindergartenzeit gut auf ihren Entwicklungswegen begleiten können, bieten wir den Eltern eine vertrauensvolle Zusammenarbeit an. Hierbei ist uns ein respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander wichtig. 

ENtwicklungsgespräche

Wir nehmen uns Zeit für Gespräche mit den Eltern über den Entwicklungsstand Ihres Kindes und bieten in der Regel jährlich ein Entwicklungsgespräch an.
Voraus gehen Beobachtungen über das Kind. Im Entwicklungsgespräch können wir uns über die Fortschritte des Kindes austauschen so wie auch gegebenenfalls Hinweise auf einen speziellen Förderbedarf geben. Bei weiterem Gesprächsbedarf von Seiten der Eltern oder auch der Bezugserzieherin werden auch zusätzliche Gesprächstermine vereinbart. Sollte sich bei einem Kind ein erhöhter Förderbedarf zeigen, überlegen wir gemeinsam mit den Eltern, wie es gefördert und unterstützt werden kann. Spezielle Förderung bei einzelnen Kindern im Hinblick auf relevante Bereiche bezüglich der Einschulung, wie z.B. die Förderung der Feinmotorik/ Sprache/… kann der Kindergarten nicht umfassend leisten und muss deshalb im Elternhaus oder über Ergotherapie/ Logopädie/… unterstützt werden.

Elternbeirat

Eltern aus jeder Gruppe vertreten die Interessen der Eltern im Elternbeirat des Kindergartens. Die Wahl der Elternvertreter ist immer zu Beginn des neuen Kindergartenjahres. Der Elternbeirat trifft sich ca. 4 Mal im Jahr zu Elternbeiratssitzungen. Dort werden Veränderungen im Kindergarten besprochen, Informationen ausgetauscht und Anregungen, Wünsche und Kritik der Eltern weitergegeben. Bei den Sitzungen sind die Leiterin und/oder die stellvertretende Leiterin des Kindergartens mit dabei.

Elternbriefe

Mehrmals im Jahr erhalten Sie Post vom Kindergarten: Einladungen zu Festen und Elternabenden, Informationen, Termine, Ferienplan und vieles mehr.

Elternmitarbeit

Feste, Veranstaltungen und Aktionen leben von der Mithilfe der Eltern und deren Kompetenzen und Engagement. Wenn eine Veranstaltung bevorsteht, informieren wir die Eltern darüber und sie können sich für die Planung und Organisation dieser Veranstaltung melden. Helfer für die Durchführung können sich an der Infowand eintragen, z.B. fürs Backen, für den Aufbau oder für den Verkauf. Eltern können auch mit den Kindern Angebote durchführen, wie z.B. Plätzchen backen.

Elternbefragung

Alle drei Jahre haben die Eltern die Möglichkeit, an einer offiziellen qualitativen Befragung zur Zufriedenheit mit der Einrichtung teilzunehmen. Diese Ergebnisse sind für den Kindergarten eine gute Rückmeldung zur Qualitätserhaltung und/oder zur Qualitätssteigerung.
Alle zwei Jahre bietet die Kommune eine Elternbefragung zur Ermittlung des Bedarfs an Betreuungszeiten an. Die Ergebnisse dienen der Kommune so wie der Kath. Kirchengemeinde zur Überprüfung der Betreuungsangebote und gegebenenfalls zur Veränderung.

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